Published 09 Okt. 2024
Was ist „Punch-out“ im E-Commerce?
Jens Rosberg – Was ist Punch-out und Punch-in: und wie funktioniert es für IT-Reseller?
In der heutigen schnelllebigen E-Commerce-Welt wird der Begriff „Punch-out, Punch-in“-Technologie immer häufiger verwendet. Mit über 25 Jahren Erfahrung sprechen wir mit Jens Rosberg, Gründer von Netset und Head of International Sales, über die Punch-out-Lösung, die jeder IT-Reseller kennen sollte. Ist es nur ein Buzzword oder eine langfristige Strategie zur Optimierung von B2B-Vertrieb?
Was ist „Punch-out“ im E-Commerce?
„Der Begriff Punch-out beschreibt eine nahtlose Integration zwischen dem internen Beschaffungssystem eines Käufers und der E-Commerce-Plattform des Lieferanten“, sagt Jens Rosberg.
Es gibt zwei Hauptszenarien:
Im ersten Szenario kauft ein Unternehmen (B2B oder B2G) im Webshop des IT-Resellers ein, bis zum Checkout. Statt den Kauf abzuschließen, werden die Warenkorbdaten in das interne Beschaffungssystem des Käufers „gepuncht“, wo weitere Prozesse wie Freigaben oder Bestellnummern verarbeitet werden. Typische Standards sind PEPPOL, OCI oder cXML.
Im zweiten Szenario wird der Produktkatalog des IT-Resellers direkt in das Beschaffungssystem des Kunden integriert. Häufig genutzte Standards sind PEPPOL, OIOUBL und SVEx – wobei PEPPOL zunehmend als internationaler Standard gilt.
Was bedeutet „Punch-in“?
„Punch-in“ ist der umgekehrte Prozess: Nach Abschluss des Einkaufsprozesses im System des Kunden wird der Warenkorb wieder in das System des IT-Resellers übertragen und dort als offizielle Bestellung verarbeitet“, erklärt Jens Rosberg.
Was bringt das für Kunden?
Große Unternehmen und öffentliche Organisationen arbeiten oft mit vielen Lieferanten. Punch-out reduziert diese Komplexität, indem alle Einkäufe in einem einzigen System gebündelt werden. Gleichzeitig werden manuelle Prozesse, Fehlerquellen und administrativer Aufwand stark reduziert.
Warum ist Punch-out wichtig für IT-Reseller?
„Für IT-Reseller im B2B- und B2G-Bereich ist die Unterstützung von Punch-out-Technologie entscheidend für zukünftige und wiederkehrende Geschäfte“, so Jens Rosberg.
In vielen öffentlichen Ausschreibungen ist diese Integration bereits Pflicht. Die Technologie erhöht die Kundenbindung, erleichtert den Einkauf und macht den Anbieterwechsel deutlich schwieriger.
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